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Meine Schulzeit

  • Haje Azizi

Das Zitat «Was wir wissen, ist ein Tropfen und was wir nicht wissen, ist ein Ozean» kommt mir stets in den Sinn, wenn ich zur Schule gehe. Im zweiten Lehrjahr besuche ich die Berufsschule 1.5 Tage pro Woche und die Berufsmaturitätsschule (BMS) ebenfalls. Dabei lerne ich täglich Neues und tauche in spannende Themen ein, die mein Interesse wecken. Aus diesem Grund fällt mir das Lernen mittlerweile viel leichter und bereitet mir Freude.

In der Berufsschule setzen wir uns vertieft mit verschiedenen Krankheitsbildern, Therapien und insbesondere Pflegeinterventionen auseinander. Ein Beispiel davon ist die Auseinandersetzung mit dem Thema Gehirn, bei dem ich mein Wissen repetiert und neue Fachbegriffe dazu gelernt habe. Diese Fachbegriffe sind teilweise anspruchsvoll, aber meiner Ansicht nach eignet man sie sich schnell an, da sie auch oft im Praxisalltag verwendet werden. Auch haben wir uns in der Klasse mit dem Thema Demenz beschäftigt und vieles dazu gelernt, wie was die Ursachen oder auch Frühsymptome dieses Krankheitsbildes sein können. Ich finde diese Auseinandersetzungen immer äusserst spannend, da ich mein Wissen weiter entwickeln kann und vor allem in der Praxis aber auch privat in meinem Umfeld vermehrt nachvollziehen kann, warum jemand Demenz haben könnte und wie man damit umgeht.

Ich finde es toll, dass ich in der Berufsschule so viel lerne. Dadurch kann ich mich besser in andere Menschen hineinversetzen und einfühlsamer sein. Die Unterrichtsthemen sind sehr breit gefächert, was bedeutet, dass man vieles lernt und auch vieles Wissen muss. Das Aneignen von Wissen fällt mir leichter, wenn ich das theoretisch Erlernte mit der Praxis verknüpfen kann. Auf diese Weise entwickle ich ein besseres Verständnis für die Zusammenhänge. Das Wichtigste ist jedoch immer zu wissen, welche Pflegeinterventionen angemessen sind.

Als Fachfrau Gesundheit ist es entscheidend, über das richtige und erlaubte Vorgehen informiert zu sein. Ich finde es schön, dass regelmässig ein Austausch zwischen den Schüler:innen stattfindet, da wir so sehen können, wie man in diversen Bereichen wie der Psychiatrie, Pflege- und Altersheim oder auch im Akutspital bei den Erwachsenen oder Kindern vorgeht. Prüfungen werden nach jedem Thema geschrieben. Diese empfinde ich jedoch nicht als schwierig, da ich denke, dass durch aufmerksames Zuhören im Unterricht, gute Noten erzielt werden können.

Im Vergleich zur Berufsschule schreibe ich in der BMS häufiger Prüfungen, die meiner persönlichen Einschätzung nach auch anspruchsvoller sind. Die Themen, mit denen ich mich beschäftige, finde ich mal mehr und mal weniger spannend. Im zweiten Ausbildungsjahr stehen Fächer wie Französisch, Englisch, Deutsch, Mathematik, Naturwissenschaften und Geschichte auf dem Lehrplan. Momentan befinde ich mich inmitten der Prüfungsphase und schreibe meine Abschlussprüfungen in Französisch und Englisch. Ich lerne und investiere viel Zeit und Mühe, damit ich mit meiner eigenen Leistung zufrieden bin.

Nach jedem Schultag habe ich mindestens etwas Neues dazu gelernt, sei es in der Berufsschule oder in der BMS. In solchen Momenten wird mir bewusst, wie viel unser Gehirn aufnehmen kann, und wie viel Wissen ich bereits angehäuft habe. Dabei erkenne ich auch, dass noch einige Wissenslücken bestehen. Dies bringt mich zu dem Schluss, dass je mehr Wissen ich ansammle, desto besser kann ich auf meine Patient:innen eingehen und ihnen eine qualitativ hochwertigere Pflege bieten.

Ich bin mir bewusst, dass viele Personen Respekt vor der BMS haben und das Gefühl haben, dass es ihnen zu viel wird. Mein persönlicher Rat lautet: Versucht es und habt Vertrauen in euch selbst! Mit dieser Entscheidung kann man nichts falsch machen, und falls es doch nicht das Richtige für einen ist, besteht die Möglichkeit, die Berufsmaturitätsschule abzubrechen und die Ausbildung in der Berufsschule fortzusetzen. Auch ich hatte nach der Aufnahmeprüfung und im ersten Ausbildungsjahr Zweifel, ob ich dem Stress und der Verantwortung gewachsen bin. Mit der Zeit konnte ich jedoch Strategien entwickeln, die mir das Lernen erleichtern. Zudem kann ich immer auf die Unterstützung meiner Familie und meines Teams zählen, die mir den Rücken stärken.

Bemerkungen

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